This Corrosion, The Sisters of Mercy, 1987

Samstagnachmittag. Novembergrau. Formel Eins. Steffi Tücking moderiert sich mehr oder weniger gelangweilt durch all die fönfrisierten Rickastleys und Sabrinas, ich liege auf dem Bett und grüble, wieso Manuela nicht mit mir gehen will, während ich durch das flimmrige Gefasel hindurchsehe.


Dann plötzlich Choräle, schwarze Klamotten, dunkle Sonnenbrillen und eine Stimme die mich aus allem Selbstmitleid riss. Wasistdas-wieheisstdas-wersingtdas? schießt es duch meinen Teenagerschädel. Hey now, hey now now, sing this corrosion to me. Endlosschleife. Die Worte verfolgten mich die ganze Nacht. Weder Titel noch Interpret konnte ich mir merken. Nur diese Worte. Zum Verrücktwerden.

Endlich Sonntag, 18.00 Uhr. SWF3 Hitline. Vielleicht spielen sie’s ja. Warten. Mit dem Finger auf der Record-Taste. Tatsächlich. Neueinstieg auf Platz wasweissich. The Sisters of Mercy also. Hastig Aufnahme drücken. Danach den ganzen Abend das selbe Lied. I bled all I can, I won’t bleed no more. Jede Zeile im Langzeitgedächnis eingebrannt. You kissed and tolled. Das war nicht Klickibuntistockaitkenwaterman. Das war nicht Sonnenstudiodieter im pastellfarbenen Jogginganzug. Das war dunkel, böse und mächtig. In den Winkeln meiner Seele rumorte es. Und es hörte nie wieder auf.

Schwarze Klamotten. Spitze Schuhe. Lange Mäntel. Das alles kam und ging. Aber Andrew Eldrich wird immer da sein. YOU gave me the ring.

farinho

farinho

Mag Eishockey und Musik | Bloggt seit 2004

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