Archives Oktober 2014

Richtig verkacken. Ein Ratgeber

Hallo Sie! Ja genau, Sie!

Sie sind seit Jahrzehnten ein mittelständisches Unternehmen und bauen irgendwelche Maschinen, Zahnräder oder „Präzisionsteile“? Sie sind ein „Hidden Champion“, halten sich für innovativ und haben erkannt, dass dieses Internetz so schnell nicht mehr weggeht? Sie wollen auf den Dititalisierungszug aufspringen und ihre Wertschöpfung digitalisieren? Dann sollen sie das unbedingt lesen.


Saisonfazit

Wow. Schon lang nichts mehr geschrieben :-0

Es ist auf -oder in- diesem Blog ja gute Tradition, völlig verfrüht  einen subjektiven Saisonrückblick zu schreiben (z.B. hier, hier oder hier). Wieso also auch nicht dieses Jahr

Was war da los gewesen, im Sommer, vor der Saison. Klarer Favorit auf die rote Laterne hieß es da. Völlig verfehlte Personal- und Transferpolitik. Trainer und Manager gehören geteert und gefedert, die hätten ja nur eins, nämlich keine Ahnung. Davon aber jede Menge.


Sommernacht

Ich liebe diese schwül heißen Nächte von denen es hier bei uns nur so wenige gibt, dass man sie an einer Hand abzählen kann. Diese Nächte, in denen man nackt und bei geöffnetem Fenster im Bett liegt, der Schweiß in Strömen fließt und an Schlaf nicht zu denken ist. Wenn die feuchten Laken an einem kleben und draußen nur streitende Katzen zu hören sind, deren Miauen klingt, als weinte ein Baby. Kein Lüftchen scheint sich zu bewegen. Kein Mond und kein Stern ist in der milchigen Luft zu sehen. Es ist die Zeit zu träumen.


Eine subjektive Sicht der Dinge

Nach der mehr als verkorksten Saison 14/15 hatte ich keinen Bock mehr. Nichts lesen. Nichts schreiben. Schon gar nichts bloggen. Bis mindestens November. Wollte das neue Team nicht vorzeitig loben. Wollte es nicht gleich verteufeln, wenn es zu Beginn nicht läuft. Wollte dem neuen Trainerstab Zeit geben, in Ruhe zu arbeiten. Zusehen, beobachten. Erst dann eine Meinung bilden. Heute ist der 16.11. – also Feuer frei.


When Doves Cry, Price, 1984

„Niemand außer mir hat die Eier, diesen Song zu veröffentlichen“, soll Prince in seiner ureigensten Bescheidenheit gesagt haben, als er „When doves cry“ fertig gestellt hatte. Und natürlich hatte der Miniaturrocker aus Minneapolis, dessen Ego umgekehrt proportional ist zu seiner Körpergröße, recht.


PHPStorm

Die Entwicklungsumgebung ist für den Programmierer quasi das, was der Werkzeugkoffer für den Handwerker ist. Mit Bedacht zusammengestellt, innig geliebt und für Außenstehende absolut tabu. Ebenso ist sie Gegenstand leidenschaftlicher, fast mit religiösem Eifer geführter Diskussionen.


Farinho und die Tapete

Eines Morgens kommt Sascha in die Kabine und GOCt ziemlich verwirrt. Sein Stammplatz ist nämlich plötzlich PELECHt. Wer sich das POHL erlaubt hat? „Der Yan wars“ ruft Dimitri, die alte PÄTZOLD. „IchSTASNYcht getan“ kauderwelscht der Slowake zurück, wird aber von Joey unterbrochen „JUKKAnot do that. MACkDONALD so ein ScHYNES!“. Zum Glück taucht da Helmut auf, de RAAFt es nämlich immer als Erster. Das gibt ein DANNERwetter, sowas ist nämlich alles andere als TRIVELLATOial. Das ist mehr als bRITTER.


Bahnstreik

Echt jetzt? Ein Blogpost über den Bahnstreik? Wie originell. Das gab’s bisher bestimmt noch nicht!
 
Ja, echt jetzt. Ein Artikel über den Bahnstreik. Beziehungsweise meine 20 Cents zum Thema. Denn um eins gleich klarzustellen: ich hab keine Ahnung, um was es genau geht. Aber ganz ehrlich: es ist mir auch ziemlich schnuppe. Es gibt bestimmt ganz viele triftige Gründe dafür und dagegen, ansonsten hätte sich wohl kaum ein Arbeitskampf von solch epischen Ausmaßen daraus entwickelt. Deshalb will ich auch gar nicht Partei ergreifen -kann gar nicht Partei ergreifen- dafür fehlt mir schlicht das Detailwissen. Ich will nicht einstimmen in den Chor der GDL-Basher, die allein Profilierungssucht und Überkompensation eines zu klein geratenen Körperteils gewisser Protagonisten als Ursache ausmachen. Genauso wenig will ich die reflexartig aufpoppende Gegenthese von der „bösen Bahn“ unterschreiben. Zum Streiten gehören immer zwei – und wenn so lange und so ausdauernd gestritten wird, dann haben wohl beide Kontrahenten ihr Schärflein zum Konflikt beigetragen.
 
 
Was mich als Otto-Normal-Verkehrsteilnehmer und Gelegenheitsbahnfahrer aber maßlos ärgert ist etwas ganz anderes: Etwas, dass sich in einem einzigen Wort zusammenfassen lässt: VERLÄSSLICHKEIT. Einst ein Markenzeichen, ein Versprechen der deutschen Bahn; Wir bringen dich ans Ziel. Sicher, halbwegs pünktlich, mehr oder weniger komfortabel. Du brauchst dich um nichts zu kümmern, setz dich, nimm dir einen Keks und entspann dich. Den Rest übernehmen wir.
Und genau dieser Markenkern ist es, den beide Parteien gerade mit Feuereifer zerlegen. Und sie gehen dabei äußerst gründlich vor.
 
Wenn ich eine Reise plane, dann will ich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ich die Reise auch genauso wie geplant antreten und durchführen kann. Tornados, Erdbeben und WM-Endspiele mal ausgenommen.
 
Aber eine Bahnreise, sagen wir, zwei Monate im Voraus planen und buchen? Pustekuchen. Seit mindestens 2006 ist die Buchung einer Bahnreise ein Risiko. Gefühlt wird eigentlich dauernd gestreikt. Außer natürlich es ist zu warm, zu kalt, zu nass, oder -Gott bewahre!- es liegt Schnee. Dann braucht’s keinen Streik um den Schienenverkehr lahmzulegen.
 


#4u9525

Ich muss meine Gedanken sortieren. So viel ist passiert in den letzten Tagen. Ein Flugzeug ist abgestürzt. Mitten in Europa. Ein Flugzeug, eine Airline, mit der die meisten von uns schon geflogen sind. Die Einschläge kommen näher. Es hätte jeden von uns treffen können. Schlimm genug. Doch der Alptraum geht weiter. Der Copilot soll die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht haben. Unfassbar. Unbegreiflich. Warumwarumwarum.

Hat die DEL ein Schiedsrichter-Problem?

In der Deutschen Eishockey Liga hat sich in den letzten, sagen wir 15 Jahren, vieles gewandelt; es gibt überall moderne und komfortable Hallen, die Teams treten professioneller auf und es gibt Woche für Woche hochwertige Live-Bilder der Spiele im TV und im Netz. Auch das Schiedsrichterwesen hat sich verändert. Es gibt mittlerweile zwei Profi-Referees, es gibt bei jedem Spiel zwei Hauptschiedsrichter, es gibt einen Videobeweis und so weiter.