Derbynachlese

Das erste Derby der Saison zwischen den Schwenninger Wild Wings und den Adlern aus Mannheim ist Vergangenheit, die Gemüter haben sich beruhigt, der Puls ist wieder auf Normalmaß gesunken. Doch in den Sozialen Medien sind die Spuren der „Battle of Baden-Württemberg“ noch äußerst präsent:

Die geschätzten Kollegen des lokalen und überregionalen Qualitätsjournalismus ließen sich nicht lumpen und spendierten ordentlich Superlativen:

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Aber viel interessanter ist natürlich, was Otto-Normal-Fan zu sagen hat.

Viele Anhänger der Adler störte weniger die Niederlage an sich, sondern der Gegner, der sie ihnen beigebracht hatte

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Während einige maximal mittelmäßiges Nivö Niveau an den Tag legten…

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… bewiesen andere subtilen Humor …

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… und einige sogar wahren Sportsgeist

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Jedenfalls waren sich alle einig, dass dieses Spiel beste Werbung für den Eishockeysport war

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Im Lager der Schwenniger war die Stimmung naturgemäß besser als in der Kurpfalz:

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oder einfach

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wobei auch nicht alle Wild Wings Fans die Würde des Siegers aus dem FF beherrschen:

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Die Wild Wings selbst formulierten eher zurückhaltend

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Nur Torhüterlegende Matthias Hoppe fand ein Haar in der Suppe:

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Das ist ja einfach. Na wenn die Jungs das nur früher gewusst hätten.

 

Die perfekte Zusammenfassung kommt aber aus Skandinavien:

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Ich versteh zwar kein Finnisch, aber „Schwenninger Wild Wings murskaa sarjakärki Adler Mannheim“ klingt einfach geil.

 

Vielleicht auch interessant: „Wayne Rooney ist mein Lieblingssportler“ – Interview mit Wild Wings Neuzugang Jonathan Matsumoto

Wolle Termin?

Lustige Geschichte: ich versuche seit Tagen einen Termin beim Hautarzt zu bekommen. Telefon entweder besetzt oder geht keiner ran. Clever wie ich bin die Homepage der Praxis ergoogelt. Dort den Link „Terminanfrage“ gefunden. Ich war schon happy. Aber dann das: „PDF Formular zur Fax Terminanfrage. Bitte nutzen Sie diese Vorlage um einen Termin per Fax oder postalisch anzufragen“.

Jetzt hab ich Nackenschmerzen vom Kopfschütteln. Muss mal einen Termin beim Orthopäden machen. Und ein Faxgerät kaufen.

Termin

 

Street View vs Prism

Erinnert Ihr euch? Was war das für ein Riesen-Bohei! Was für ein Sturm brach los, damals vor zwei Jahren. Alle berichteten darüber: Bild, Tagesschau, Explosiv, Taff, jede Lokalzeitung. Sogar einen ARD-Brennpunkt gab es, wenn ich mich recht erinnere. „Datenschützer“ waren rund um die Uhr auf allen Kanälen und waren sowas von empört. Aber sowas von empört. Der Untergang stand kurz bevor.

Was war geschehen? Nun, Google wollte alle öffentlichen(!) Strassen fotografieren. Streetview nannte Google das. Skandal. Wochenlang forschen unterbezahlte Praktikanten für diverse Boulevard-Sendungen nach großen und kleinen Peinlichkeiten. Da! Jemand steht halbnackt an der Straßenecke! Skandal!

Zeitsprung. 2013. Soeben wurde bekannt, dass die USA, England (und wahrscheinlich auch noch zig andere Staaten) mal eben das gesamte Internet überwachen. Private Mails und Skype inklusive.
Und was passiert? Eigentlich gar nichts. Kein Aufschrei, kein „Brennpunkt“, keine empörten Datenschützer. Nur verdruckste, verlegene, halbgare Aussagen von Politikern. Nunja, alles nicht gut, aber man muss sie auch verstehen, die Amerikaner. Wiebitte? Und keiner widerspricht. Bürgerrechte? Schonmal gehört?

Woran liegt das? Ist das Thema einfach zu groß, zu komplex, um es Otto-Normalsurfer verständlich zu machen? Oder sind wir alle mittlerweile einfach zu abgestumpft? Ahnten wir das nicht alle, dass sowas früher oder später kommen wird?

Trotzdem: die mediale Aufmerksamkeit ist mir um mindestens 2 Zehnerpotenzen zu gering. Da werden riesige NSA-Serverfarmen aus dem Boden gestampft, da nickt der BND eifrig mit dem Kopf und will gleichmal 100 Millionen für ähnliche Aktionen locker machen. Müsste dieses Thema nicht über Wochen die Nachrichten beherrschen? Zumal jetzt im Sommerloch? Hat eigentlich schonmal jemand den Aspekt „Industriespionage“ in Zusammenhang mit PRISM beleuchtet?

Spreeblick schreibt, das Internet sei kaputt. Sei nie wieder so wie früher. Dem stimm ich uneingeschränkt zu. Aber interessiert das überhaupt jemanden? Ich bin echt ratlos.

Hier noch einige Links zum Thema:

Futurezone.at: Mehrheit fühlt sich von PRISM nicht betroffen

Tagesspiegel: Britische Medien spielen Tempora herunter 

TAZ: Deutsche alarmiert, Briten ungerührt 

#rp13

U1 Uhlandstraße – Warschauer Straße. U2 Ruhleben – Pankow. Ausstieg Gleisdreieck. Zwei duzend Stufen runter, dann rechts, dann nochmals rechts. Station Berlin. 1875 Dresdener Bahnhof, ab 1907 Postbahnhof. Später Lebensader West-Berlins. Heute Event-Location. Im Hof eine Wand aus weißen Pappkartons. Darauf der Claim. In/Side/Out. Am Eingang Registrierung. A-F, G-N, O-Z. Schwarze Bändchen mit weißer Schrift. Stofftaschen in gelb, blau, violett, pink, schwarz. In der Hallenmitte Sitzgelegenheiten uns Pressspanplatten. Affenfelsen. Espresso 2,-, Latte Macchiato 2,50.
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Social Media Playoffs

Nein, eigentlich wollte ich nix schreiben. Keine platten Parolen, keine scharfsinnigen Analysen und erst recht keine tiefschürfende Gedanken zu Taktik, Trainer, Traumtoren und Torträumern. Keine subjektive Sicht der Dinge diesmal. Obwohl sich der Hockeygott wahrlich nicht lumpen ließ und genug Stoff lieferte für epische Tragödien. Der achsokleine Schwan gegen die grünen Horden aus dem Ellenland, äh Auental, äh Dingenskirchen.
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Liebes Deutschland,

seien wir ehrlich. Du und dieses Internet – das war nie wirklich Liebe. Zuerst, damals in den 90ern, da war da so eine Art neugieriges Stirnrunzeln. Etwas Neues. Etwas gänzlich Neues. Etwas für Freaks. Etwas, dass sich nie durchsetzen wird. Eine Kuriosität. Eine Randnotiz. Kommen Sie herein und bestaunen Sie den Elefantenmenschen. Nur heute. Nur 10 Pfennig.
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Homeoffice, sweet Homeoffice

Ich mag Yahoo!. Ehrlich. Zugegeben, ich war seit 2001 nicht mehr auf deren Website – aber der Name „Yahoo!“ sorgt immer noch für wohlige Gefühle bei mir. Das Startup mit dem „!“ begleitete mich Mitte, Ende der 90er auf meinen ersten Ausflügen in „diesem Internet“. Yahoo! machte es mir leicht, neue Dinge zu entdecken und alte Dinge wiederzufinden. Ich mag es, genauso wie ich Playmobil mag. Oder Fischertechnik.
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Ätschbätsch

Der ein oder andere hat’s vielleicht gemerkt. Mein Artikel „Heureka“ war nicht 100% Ernst gemeint. Für alle anderen kommt hier die Auflösung: Blogs sind – wie soll ich’s ausdrücken – ein alter Hut. Asbach, sagten wir damals in den 80ern zu Dingen, die aber sowas von ausgelutscht waren. Tausende, wahrscheinlich sogar Millionen von Onlinetagebüchern gammeln lagern in den Weiten des Webs. Manche sind über ein „Hello World“ kaum hinausgekommen, andere sind äußerst vital und darüber hinaus auch brilliant geschrieben. Aber allen Blogs bzw. Bloggern haftet vor allem in den sog. „Qualitätsmedien“ aber ein eher suboptimales Image an. Das schwankt je nach aktuell verkaufter Auflage zwischen Pennälerlyriker und Raubmordkopierer. Außerdem sind Blogs doch sowas von 2007. Heute nutzt man doch Social Media.
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